Machen!

„target issues“ für nachhaltiges bauen Zusammen mit ihren renommierten Partneruniversitäten hat die Holcim Foundation for Sustainable Construction fünf Zielvorgaben – die „target issues“ – ausgearbeitet, die nachhaltiges Bauen leichter verständlich, einfacher bewertbar und besser anwendbar machen sollen. Sie dienen gleichzeitig als Basis für die Verleihung der Holcim Awards: Innovation und Übertragbarkeit Das Projekt muss eine echte Innovation im Vergleich zu konventionellen Methoden darstellen. Außergewöhnliche und zukunftsweisende Ansätze müssen – unabhängig von ihrer Größenordnung – auf eine Reihe anderer Einsatzfelder übertragbar sein. Ethische Standards und soziale Gerechtigkeit Das Projekt muss die höchsten ethischen Standards erfüllen und soziale Gerechtigkeit auf allen Baustufen fördern, von der Planung über die Erstellung bis hin zu den Langzeitwirkungen auf das Gemeinschaftsgefüge. Angesichts ethischer und sozialer Verantwortlichkeiten muss das Projekt eine zukunftsweisende Lösung aufzeigen. Ökologische Qualität und ef fiziente Rohstof fverwendung Der bewusste Einsatz von und sinnvolle Umgang mit natürlichen Ressour- cen muss während des gesamten Projektlebenszyklus‘ gewährleistet sein, auch bei der Durchführung von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Langfristige ökologische Überlegungen bezüglich Material- und Energie- kreisläufen müssen wesentliche Bestandteile der Gesamtkonzeption eines Bauwerks sein. Wirtschaftliche Leistung und Kompatibilität Das Projekt muss nachweislich ökonomisch durchführbar sein und bei der Beschaffung finanzieller Mittel innovative Wege gehen. Bei der Finanzie- rung muss die Wirtschaftlichkeit der Mittel im Vordergrund stehen; außerdem muss sie den Anforderungen und Beschränkungen angepasst sein, die im Verlauf des Gebäudelebenszyklus zu erwarten sind. Kontextuelle und ästhetische Bedeutung Unter Berücksichtigung des kulturellen und physischen Kontexts muss das Projekt einen hohen architektonischen Qualitätsanspruch erfüllen. Raum und Form sind von größter Bedeutung; gleichzeitig muss das Bauwerk einen anhaltenden ästhetischen Einf luss auf seine Umgebung ausüben. 136

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